Wie findest du die richtige Positionierung? – In 3 Schritten einzigartig positioniert

Positionierung ist keine Raketenwissenschaft. Vieles kannst du nachlesen – es gibt so viele Ansätze, Meinungen und Methoden. Gibst du bei Google die Frage Wie finde ich meine Positionierung? ein, erhältst du knapp 2,5 Mio. Treffer. Wie finde ich nun aus diesem Angebot heraus, welcher Weg der Richtige für mich ist? Und worin liegen die Unterschiede der vielen Angebote?

Viele Ansätze sind sicherlich sehr ähnlich, aber eben nicht gleich. Viele verbindet die Definition der Zielgruppe oder die Suche nach der Nische. Aber reicht das aus? Spoileralarm: ich sage nein. Was ist eine (gute) Positionierung? Woher weiß ich, dass ich die richtige Positionierung habe? Gibt es die richtige Positionierung überhaupt? All diesen Fragen gehe ich in diesem Beitrag auf den Grund.


Was ist eine Positionierung?

In meinem Blogartikel „Was ist eine Positionierung?“ habe ich mich bereits an eine Beschreibung gewagt, was Positionierung für mich ist. Positionierung bedeutet für mich Position zu beziehen. Das machen wir im Alltag ständig. Wir treffen Entscheidungen, wir machen klar, wo mit uns zu rechnen ist und wo nicht. Ich beziehe einen Standpunkt: Wo stehe ich? Die Beantwortung dieser Frage setzt voraus, dass ich entscheide – ich mag noch lieber, dass ich wähle- wo ich stehen will. Bezogen auf mein Business heißt das, dass ich wissen sollte: Wofür stehe ich? Was treibt mich an? Mit wem möchte ich arbeiten? Was ist mein Herzensthema? Für welche Lösung sorge ich bei meinen Kunden?

Vielleicht denkst du dir jetzt: “Ich will mich aber gar nicht entscheiden. Ich will ganz viel machen.” Das kenne ich sehr gut, denn so habe ich auch gedacht. In meiner Coachingausbildung bin ich so vielseitig ausgebildet worden, warum sollte ich mich da auf ein Thema beschränken? Ich dachte, dieser ganze Hype um die Positionierung ist totaler Schwachsinn. Ich wollte allen zeigen, dass es auch ohne Positionierung geht.

Mit dieser Haltung bin ich  – gelinde gesagt – mächtig auf die Klappe gefallen. Ich habe gemerkt, dass viel dran ist an dem Spruch “Sprichst du alle an, sprichst du niemanden an.” 3 Jahre später bin ich mehrere Schritte weiter und weiß, dass Positionierung total wichtig ist. Mir hat meine Positionierung dabei geholfen, einen echten Schritt weiterzumachen, mein Business hat sich dadurch auf die nächste Stufe entwickelt.


Positionierung verzweifelt gesucht

Wer suchet, der findet! sagt ein Sprichwort. Gilt das auch für die Positionierung? Irgendwie passt es aus meiner Sicht nicht so recht, das liegt wohl an meinem Bild von Positionierung. Es ist ja nicht so, dass ich so durch die Gegend schlendere und huch, ach guck mal da, da ist meine Positionierung! Mir persönlich war die Definition einer Zielgruppe oder Nische nie ausreichend genug. Ich verstehe schon, was dahinter steckt, aber dennoch fehlte mir etwas. Der Blick war nicht ganzheitlich genug. Spätestens bei der Frage, was denn mein Angebot von dem anderer Coaches unterscheidet, bin ich ausgestiegen. Denn meine Antwort war: NICHTS!

Das stimmt natürlich nicht wirklich. Na klar unterscheiden sich unsere Methoden irgendwo. Wahrscheinlich machen wir etwas andere Schritte zu etwas anderen Zeiten, aber mal ehrlich. Im Großen und Ganzen bekommt man die gleiche Dienstleistung mindestens in ähnlicher Form von zig anderen Coaches auch. Was unterscheidet mich also wirklich von den anderen?


USP als Heilsbringer

Da kommen sie dann wieder die gut gemeinten Tipps und Ratschläge. “Du brauchst einen USP, ein Alleinstellungsmerkmal.” Einfacher gesagt, als getan. So überlege ich also, was mein Produkt so besonders macht. Ich überlege, was besonders an meiner Zielgruppe ist, an der Methode und komme wieder zu dem Schluss: NICHTS! Das wusste ich doch schon. Ich bin frustriert. Meine Mentorin macht aber weiter: “So leicht lass ich dich nicht raus aus der Nummer. Was unterscheidet dein Programm von dem anderer Coaches.” Ich bin echt schon genervt und deswegen platzt es aus mir heraus: “Ich!”

Wir dürfen uns zeigen, wie wir sind – mit unserer ganzen Persönlichkeit.

Du bist das Alleinstellungsmerkmal, das deine Kunden brauchen

Katrin Weber

“Ganz genau, du bist der Unterschied!” Der saß. Ich war ziemlich geplättet. Und was heißt das nun? Was mache ich jetzt mit dieser Erkenntnis? Mit ein wenig Abstand merkte ich, wie sich meine ganze Sicht auf das Thema Positionierung entspannte. Auf einmal hatte ich das Gefühl, dass ich mich wirklich von anderen unterscheiden kann, weil ich bin wie ich bin und andere sind wie sie sind. Das wirkte sehr befreiend und gleichzeitig fing jetzt die Arbeit an, denn es kamen neue Fragen hoch. Warum tue ich, was ich tue? Wer ist eigentlich meine Lieblingskundin? Was treibt mich an? Was macht mich aus?


Wie gut ist deine Positionierung?

Wo stehst du mit deiner Positionierung? Mit meiner Checkliste findest du es heraus.

Was es wirklich braucht – 3 Schritte

Durch meine sensationelle Hinleitung hast du es schon kapiert: der Ausgangspunkt für deine Positonierung bist du. Auch wenn viele Coaches bei der Positionierung im Außen beginnen: Was braucht der Markt? Was braucht der Kunde? Ist das Geschäftsmodell rentabel? Für mich war das nie stimmig. Ich brauchte eine Positionierung, die bei mir als Person beginnt. Die mich als Mensch in der Beziehung zum Kunden platziert und nicht als reinen Dienstleister. Deswegen fängt meine Arbeit auch bei dir an.

Schritt 1 – Identität und Persönlichkeit

Der erste Baustein zu deiner einzigartigen Positionierung ist deine Mission. Die Mission fragt nach deinem Antreiber, deiner Motivation, warum du das tust, was du tust. Im Gegensatz zur Vision betrachtet die Mission die Gegenwart. Weißt du, warum du tust, was du tust? Weißt du, was du mit deinem Wirken in der Welt verändern möchtest? Die Beantwortung dieser Frage ist essenziell, denn die Antwort trägt dich auch durch Zeiten, in denen mal nicht alles super läuft.

Werte geben unserem Handeln, Orientierung und Energie. Werte sind wie Wegweiser auf unserem Lebensweg, sie sind Teil unserer Persönlichkeit. Wir verstehen unter Werten all das, wofür wir bereit sind zu kämpfen bzw. all das, was es uns Wert ist, uns dafür zu bemühen, anzustrengen, gute Leistungen zu erbringen. Werte sind nicht verhandelbar. Sie spiegeln wider, wofür du stehst, woran du glaubst, was dir wichtig ist.

Eine Sache ist dabei jedoch wichtig: deine Werte von den Werten anderer zu unterscheiden. Wie meine ich das denn jetzt? Es ist so, dass wir konditioniert werden und den Begriff meine ich jetzt tatsächlich wertfrei. Durch die Erziehung und Prägung beispielsweise im Elternhaus oder in der Schule, erlernen wir auch bestimmte Werte. Wir lernen, dass es wichtig ist, bestimmte Dinge zu tun oder zu lassen. Gerne mit der Ergänzung, das macht man so. Oder man verhält sich nun mal so. Die Gesellschaft gibt auch bestimmte Werte vor, in Religionen und vielen anderen Bereichen. 

Wichtig ist also nun zu erkennen, welches sind meine Werte und welches sind die Werte die ich nur übernommen habe. Der zweite Schritt ist dann, zu präzisieren, was genau ein bestimmter Wert für dich bedeutet. Denn wir beide können Vertrauen als einen wichtigen Wert nennen, aber etwas unterschiedliches damit meinen.

Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.

Albert Einstein

Schon lange wissen wir, dass es viel einfacher ist, seine Stärken auszubauen als an seinen Schwächen zu arbeiten. Dennoch neigen wir dazu, uns damit aufzuhalten, an unseren vermeintlichen Schwächen zu arbeiten, liegt doch auch der Fokus in vielen Mitarbeitergesprächen auf dem sogenannten Entwicklungspotenzial. Aber mit welchem Ergebnis? Dass wir in einigen Bereichen einfach „nur“ mittelmäßig sind. Und das ist völlig in Ordnung, denn niemand kann alles!

Wenn du also anstatt an deinen Schwächen zu arbeiten, dich auf deine Stärken fokussierst, kannst du Großartiges leisten. Und wenn du von deinen Stärken dann auch noch die Dinge tust, die du am liebsten machst, dann wird es so richtig leicht!

Karten mit Werten auf dem Holzboden
Mit vielen dieser Werte gehe ich sehr stark in Resonanz. Die Wertearbeit war für meinen Schritt entscheidend. Deswegen spielt sie auch in meiner Arbeit eine wesentliche Rolle.

Schritt 2 – Lieblingskunden

Wenn du in die Sichtbarkeit gehst, sprichst du idealerweise deine Wunschkunden an. Dafür ist es wichtig dass du deine Wunschkunden kennst und weißt, wie sie sind. Das wird aus meiner Sicht umso wichtiger, wenn es in der Online-Welt passiert. Denn wir sind nicht alleine! Außer dir gibt es noch ganz viele andere, die das tun, was du tust. Auf andere Art und Weise, das mag sein, aber sie sind da. Gewinnen wird, wer kommunikativ den Nagel auf den Kopf trifft.

Wir alle wollen am liebsten Lieblingskunden haben. Dafür müssen wir aber auch wissen, wer das ist. Was beschäftigt meine Lieblingskunden? Welche Fragen stellen sie sich? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Darauf kann ich dann wiederum meine Kommunikation ausrichten.

Bei der Beschreibung deiner Wunschkunden habe ich eine Bitte: beschreibe deine:n Wunschund:in. Ja, logisch, oder? Ich betone das deshalb, weil ganz viele Business-Starterinnen da draußen, sich eine Zielgruppe suchen, die vermeintlich gut zu ihrem Qualifikations-Profil passt. Erstmal Geld verdienen ist die Devise und das ist auch total okay. Aber hey, du darfst dir gerade was wünschen. Also, welche Kunden wünschst du dir, wenn alles möglich ist?

Schritt 3 – Herzensthema

Das Herzensthema ist meist sehr eng mit der Mission und der Skizzierung des Lieblingskunden verknüpft. Hier spielen auch deine Erfahrungen, deine eigene Entwicklung und auch dein Produkt rein. Wichtig ist, in sich hineinzuhören, was du machen möchtest, welches Thema dein Herz höher schlagen lässt.  Wenn dir das klar ist, dann ist gleichzeitig auch klar, wo dein Fokus ist. Du hast dich für dein Herzensthema entschieden. Das heißt nicht, dass du alles andere nicht mehr tun darfst. Es heißt nur, dass du deinen Fokus ausgerichtet hast. Alles andere darf und wird kommen, so wie es für dich passt. 


Wie weiß ich, dass ich die richtige Positionierung gefunden habe?

Positionierung hat ganz viel mit innerer Klarheit zu tun. Und je klarer du dir bist, umso klarer kannst du auch kommunizieren, was du zu bieten hast. Marketing und die Kommunikation mit deinen Kunden wird auf einmal so leicht. Ein guter Gradmesser ist dabei der oft geforderte Pitch. Schaffst du es in einem Satz deutlich zu machen, was du für wen wie tust? Wenn du das mit einem klaren Ja beantworten kannst: Herzlichen Glückwunsch. Wenn du in deiner Positionierung klar bist, wird es dir auch nicht an Ideen mangeln, was du auf Social Media posten sollst oder über welches Thema du einen Blogartikel schreiben sollst. Es fließt. Ist es schwer, darfst du nochmal draufschauen, was noch nicht passt.


Positionierung ist ein Prozess

Positionierung ist viel mehr, als nur ein paar Fragen zu beantworten. Sie ist Persönlichkeitsentwicklung, ein Prozess und die Basis von allem. Sie legt den Grundstein für Business: dein Marketing, deine Kommunikation, deine Produktgestaltung und noch so viel mehr. Das soll dich jetzt nicht einschüchtern, sondern ermuntern, es anzugehen.

Denkst du vielleicht auch Ich will doch einfach nur ankommen? Du möchtest doch einfach nur DIE richtige Positionierung für dich finden? Nun ja, wie soll ich es sagen? Ich bin davon überzeugt, dass es DIE richtige Positionierung nicht gibt. Es gibt die richtige Positionierung für DICH und eine bestimmte Zeit, einen bestimmten Moment. Der Weg ist das Ziel, denn Positionierung ist ein Prozess, stetig in Bewegung – mal mehr, mal weniger. Geh raus und probiere dich aus – am besten noch heute!

Hast du deine Positionierung schon gefunden?

Hi, ich bin Katrin

Ich zeige Business Starterinnen, wie sie sich einzigartig positionieren, um online sichtbar und erfolgreich zu sein.
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