In seinem großartigen Buch “Frag immer erst: warum. Wie Top-Firmen und Führungskräfte zum Erfolg inspirieren.” erklärt Simon Sinek die Bedeutung der eigenen Motivation für den Erfolg. Das “Warum” hinter unserem Wirken ist wie eine Verbindung zu unseren Kunden. Sie verstehen, was uns bewegt und was uns antreibt und können prüfen, ob das mit ihren Werten übereinstimmt. Bei einem Netzwerktreffen wurde ich neulich nach meinem Warum gefragt. Meine Antwort bekam so tolle Resonanz, dass ich sie heute hier mit dir teilen möchte.

 

Selbständig? Ich? NIEMALS!

Noch vor fünf Jahren hätte ich wahrscheinlich genauso geantwortet. „Mit Familie geht das nicht.“, „Selbst und ständig“,  „viel zu risikoreich“. Klar, das sind nur Glaubenssätze. Trotzdem ist es nicht so leicht dagegen anzukommen. Außerdem war da ja auch noch mein sicherer und gut bezahlter Job. Als Führungskraft. Den gibt man ja auch nicht einfach so auf. Wer weiß, was die Selbstständigkeit überhaupt bringt. Kann ich es schaffen? Bin ich gut genug? Ich hatte all diese Gedanken und weiß, wie schwer es ist, zu sortieren, was zu mir gehört und was von außen kommt. 

Irgendwann war der Punkt erreicht. Meine Werte und die Werte der Organisation, in der ich arbeitete, passten einfach nicht mehr zusammen. Lange habe ich noch versucht, die Organisation zu ändern. Aber das funktionierte natürlich nicht. Und das ich auch total in Ordnung so. Ich war am falschen Platz. Das war der Startschuss für meine Selbstständigkeit. Und was mich dann erwartete, hätte ich nicht für möglich gehalten. 

Tatsächlich habe ich das erste Mal das Gefühl, dass ich tue, was ich liebe UND Zeit für meine Familie habe. So, wie ich es will und nicht wie es um die Anforderungen einer Arbeitsstelle herum passt. Ich entscheide, was ich tue und wann ich es tue. Davon profitieren alle, denn ich bin ausgeglichen, zufrieden, glücklich und kann so meiner Familie die Energie geben, die sie verdienen. Dieses Gefühl wünsche ich noch so viel mehr Frauen. Ich möchte, dass selbständig zu sein, eine Alternative wird, eine echte Alternative. 

Im letzten Jahr habe ich dann mein Business dann zu einem Online-Business gemacht. In dieser Zeit habe ich so viele wunderbare, inspirierende Frauen kennengelernt, mit ebenso wunderbaren Geschäftsideen. Mir sind aber auch Frauen begegnet, die – sagen wir mal – ihre PS noch nicht vollständig auf die Straße bekommen. Ähnliches habe ich auch schon in meinem Job als Personalentwicklerin beobachtet: top qualifizierte Frauen trauen sich nicht, sich aktiv für Jobs zu bewerben. “Ich warte lieber darauf, dass man mich anspricht.”, “Ich will mich doch nicht anbiedern.”, “Wenn ich mich anstrenge, wird man mich schon entdecken.” Leider leider passiert das aber nicht. Denn Selbstmarketing gehört nunmal zum Geschäft, sowohl Im Job als Angestellte als auch in der Selbstständigkeit. 

Ich möchte, dass du dich traust, deine Idee in die Welt zu tragen.

So ist mein Motto entstanden: “Ich möchte, dass du dich traust, deine Idee in die Welt zu tragen.” Denn ich bin mir sicher, sie ist es wert, gehört und gesehen zu werden. Genau deswegen besteht ein großer Teil meiner Arbeit darin, mentale Blockaden zu überwinden und sichtbar zu werden. 

Ich wollte auch sichtbar werden. Ich wollte möglichst ganz vielen Menschen helfen. So richtig funzte es jedoch nicht. Meine größte Baustelle war meine Positionierung. Ich habe mich unheimlich schwer damit getan. Wieder kamen Gedanken, Widerstände in mir hoch: “Wenn ich mich spitz positioniere, dann verzichte ich doch auf Kunden.”, “Eine Positionierung killt meine Kreativität.”, “Ich will mich doch nicht für immer festlegen.” Es hat wirklich lange gedauert, bis ich herausgefunden habe, wie ich wirklich ans Ziel komme. Positionierung ist Persönlichkeitsentwicklung, ein Prozess. Sie ist aber auch die Basis von allem. Sie ist die Basis für deine Ansprache auf deiner Website, deinen Social Media Kanälen, deinem Newsletter, deinem Podcast und und und. Wenn du die Probleme deiner Zielgruppe nicht kennst, wenn du nicht weißt, wie sich deine Zielgruppe fühlt, dann wird es ganz schwer, dafür die passende Lösung zu haben. 

Hier möchte ich helfen und eine Abkürzung anbieten. Positionierung ist keine Raketenwissenschaft. Doch gerade bei der Positionierung hilft es, sich Unterstützung von außen zu holen. In der Regel sind wir mit uns selbst kritischer. Das, was wir als völlig normal und durchschnittlich wahrnehmen, ist aber in den Augen unserer Kunden ein absoluter Mehrwert. Es lohnt sich daher, einen neutralen und wertschätzenden Sparringspartner an die Seite zu holen, der deine blinden Flecken identifiziert und dir seinen liebevollen Blick von Außen schenkt.

Das ist es, mein Warum. Es passt nicht in einen Satz, aber das muss es ja auch nicht.  Weißt du, warum du tust, was du tust? Schreib es mir gerne in die Kommentare.



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